Ludwigsburger Kreiszeitung, 02.04.2020

Drei Monate elektrisch unterwegs

Im Rahmen des städtischen Wettbewerbs „Nachhaltigkeit (ba)rockt“ können die Teilnehmer Pedelecs ausleihen

Dirk Zedler (Zweiter von rechts) übergibt die Pedelecs an Familie Streit (links) und Lothar Mahler.

Den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern – das ist bereits seit Oktober 2019 das Ziel von den Haushalten, die am städtischen Wettbewerb „Nachhaltigkeit (ba)rockt!“ teilnehmen. Die sogenannten Energiehelden lernen bei Coachings alles Wichtige etwa zur Mülltrennung, zum Wasser- und Energiesparen und zur nachhaltigen Mobilität.

Zusätzlich dazu bekommen die Teilnehmer für drei Monate ein Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr oder die Möglichkeit, sich ein Pedelec auszuleihen. „Ein Pedelec ist eine fantastische Möglichkeit, etwas für die eigene Fitness zu tun, zugleich aber ohne allzu große Anstrengung größere Wegstrecken zurückzulegen oder Lasten zu transportieren“, sagt Anna Hoeffler, die das Projekt bei der Stadt koordiniert. Weil ein Pedelec aber sehr teuer sei, haben die Energiehelden die Möglichkeit, eines zu leihen, so Hoeffler. So können sie herausfinden, ob es sich lohnt, ein Pedelec zu kaufen.

Energiehelden haben mit den Pedelecs einiges vor

Die fünf Haushalte, die sich für ein Pedelec entschieden haben, konnten nun ihr neues Fortbewegungsmittel beim Zedler-Institut abholen. Das Unternehmen stellt den Energiehelden jeweils ein Pedelec zur Verfügung. „Nachhaltigkeit ist für uns eine absolute Herzenssache“, sagt Dirk Zedler, der Gründer und Geschäftsführer des Instituts. Deshalb sei es für sein Unternehmen eine Selbstverständlichkeit, die Energiehelden mit einem Pedelec auszustatten. „Ich kann den Teilnehmern nur empfehlen, so viel wie möglich damit zu fahren“, so Zedler. Etwa die Hälfte aller Wegstrecken seien unter fünf Kilometer lang –und damit gut mit dem Pedelec zurückzulegen.

„Ich habe vor, alle Einkäufe und Besorgungen, die in der Nähe liegen, künftig mit dem Pedelec zu machen“, so Lothar Mahler. So möchte er die Umwelt entlasten, aber auch „nervige Staus umgehen“ und Parkgebühren sparen. Jan Butz hat bei der Arbeit die Möglichkeit, ein Pedelec zu leasen. „Bevor ich das mache, möchte ich ausprobieren, ob es sich für mich lohnt“, erklärt er. Ziel sei für ihn, künftig mit dem Pedelec ins Büro zu fahren – immerhin 14 Kilometer mit 100 Höhenmetern. „Das Pedelec ersetzt sicherlich viele kleinere Fahrten, die man sonst mit dem Auto gemacht hätte – wie Einkäufe im Ort oder der Besuch bei den Großeltern“, vermutet René Kucher. Gise Ruprecht und Michael Klebl möchten ausprobieren, ob sich mit dem Pedelec insbesondere Wocheneinkäufe für die vierköpfige Familie leichter organisieren lassen als nur mit dem Fahrrad.

Bei der Übergabe der Pedelecs, die wegen der Coronakrise nur im kleinen Kreis stattfand, gab es eine kleine Einweisung von den Profis des Zedler-Instituts. „Wir haben ein paar Tricks, wie sie noch mehr Freude an ihrem neuen Fortbewegungsmittel haben“, so Dirk Zedler. Außerdem wurden die Räder mit einem großen Schloss ausgestattet, denn sie kosten jeweils etwa 3000 Euro. „Wir hoffen, dass wir die Energiehelden mit dem Angebot langfristig für nachhaltige Mobilitätsformen begeistern können“, sagte Anna Hoeffler von der Stadtverwaltung.

Autor: Carolin Schneider
Foto: Zedler-Institut

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