SAZbike.de, 08.11.2021
Lesedauer 1:05 Minuten

Deutsche Fahrradunternehmen entwickeln gemeinsame Bike Charta

Beim Treffen des Bikebrainpool am 26. und 27. Oktober bei der Firma Ralf Bohle (Schwalbe) in Reichshofverabschiedeten 22 Vertreter und Vertreterinnen der Fahrradbranche eine Bike Charta für nachhaltiges Wirtschaften.

Der Aktionsplan, der die Themen Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz rund um die Produkte und Dienstleistungen in der Fahrradindustrie behandelt, wurde über ein Jahr lang hin entwickelt. Mit der Bike Charta möchten die beteiligten Unternehmen die nachhaltige Produktion des Fahrrades von den Ressourcen über die Lieferkette bis hin zu den Unternehmen sowie deren Belegschaft und Kundschaft unter die Lupe nehmen, um ihrer gesellschaftlichen, ökologischen und letztendlich auch ökonomischen Verantwortung Rechnung zu tragen.

Insgesamt umfasst der Entwurf 18 Themen zu Produktion, Standort, soziale Relevanz und strategisches CSR Management (Corporate Social Responsibility). Daraus wurden 110 konkrete Handlungsmöglichkeiten formuliert.

Das Ergebnis des Bikebrainpools

Der Bikebrainpool, bestehend aus über 50 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Presse, diskutiert in regelmäßigen Abständen über Trends und Themen in- und außerhalb der Branche. Das Netzwerk versteht sich als Akteur der Branche. Mit dem Treffen vom 26. und 27. Oktober will Bikebrainpool nun die gesamte Fahrradbranche zu mehr Nachhaltigkeit aufrufen. Was als Selbstverpflichtung der unterzeichnenden Unternehmen startet, soll mittelfristig durch eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex durch ein entsprechendes Reporting erweitert werden.

Zu den Unterzeichnern gehören Abus, Bike & Co, BOC, Croozer, Delius Klasing, Fellowz, Hebie, Humpert, ID-Berlin, Jobrad, Kienzler, Pressedienst Fahrrad, Radlager, Schwalbe, Riese & Müller, Rose Bikes, Thun, Velokonzept, VSF, Wertgarantie, WSM und Zedler. Der Bikebrainpool steht außerdem im engen Austausch mit der globalen Initiative Shift Cycling Culture, die sich ausgehend von den Klimaverhandlungen von Glasgow ebenso zum Ziel gesetzt hat, die Fahrradbranche zu einem systemischen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen.
Frank Bohle, Geschäftsführender Gesellschafter von Schwalbe und Gastgeber des Treffens, ermuntert weitere Unternehmen, den Aktionsplan zu unterzeichnen: „Durch den konkreten Handlungsplan der Bike Charta wird der Komplexitätsgrad einer nachhaltigen Unternehmenstransformation reduziert und bietet Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, erste Maßnahmen direkt umzusetzen.“

Autorin: Eliza Hahnenstein

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